Die "Tierhilfe Ibiza - Ayuda a los animales de Ibiza e.V." mit dem angeschlossenen Gnadenhof für Tiere, ist ein in Deutschland eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit und ist besonders förderungswürdig. Der Verein hilft nicht nur ausschliesslich Tieren in und aus Ibiza. Wir helfen überall dort, wo Tiere unsere Hilfe dringend benötigen!

Letzte Chance für verwaiste Tiere aus dem In- und Ausland

Die Auffangstation und der Gnadenhof "Korweiler - Mühle". Die Auffangstation dient verwaisten Tieren vorrübergehend als sicheres Heim, bis sie ein endgültiges zu Hause gefunden haben. Leider haben nicht alle Tiere das Glück, eine eigene Familie zu finden. Dies bedeutet: "Betreuung auf Lebenszeit." Manche Hunde, Katzen oder Pferde verbringen ihre letzten Jahre bei uns auf dem Gnadenhof "Korweiler - Mühle". Dies trifft vor allem ältere, kranke und manchmal auch verhaltensauffällige Tiere. Tiere eben, die "nicht problemlos" sind, mehr Zeit und Zuwendung als andere benötigen und die sich nicht als "Idealtier" präsentieren können.

Unser Hauptaugenmerk gilt daher dem Gnadenhof! Mittlerweile ist aus dem kleinen Gnadenhof eine "Seniorenresidenz für Tiere"entstanden. Die Nachfrage nach freien Plätzen ist gross. Selbst Tierheime kommen immer wieder auf uns zu, da diese oft nicht in der Lage sind, alte und behinderte Tiere artgerecht zu halten und zu versorgen. Damit auch diese Tiere weiterhin sorglos leben können und die "Seniorenresidenz für Tiere" seine ehemaligen Ideale und Ziele weiter verfolgen kann, sind wir dringend auch auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen!




Montag, 3. Dezember 2012

Voller Traurigkeit, mit Tränen in den Augen, Verzweiflung aber auch Wut über die Ungerechtigkeiten im Leben, sitze ich nun bereits den dritten Tag am PC und versuche diese Zeilen zu schreiben.... Unsere kleine „Hope“ hat den Kampf auf Leben
verloren und wir haben sie am Freitag den 30.11.2012 über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Vielen von euch wird die Geschichte der kleinen Hope bekannt sein und viele Menschen haben sich mit uns über die Ankunft von dem kleinen Wurm gefreut und alles fing so gut an. Ihr Appetit war gut, sie spielte mit ihren Artgenossen und die kleinen Ausflüge im herbstlichen Laub machten ihr viel Freude.... Der von mir bewusst gewählte Name „Hope“ (Hoffnung) sollte ein Zeichen sein, für die vielen ungeliebten Straßenhunde in Rumänien. Ein wunderschönes zu Hause mit viel Liebe und Geborgenheit sollte sie hier bei uns finden, ebenso war der Kontakt zu „Hilfe für behinderte Tiere“ (http://hilfe-fuer-handicaptiere.de.to/) zum Bau eines Rollis für ihre gelähmten Hinterbeinchen bereits hergestellt - doch alles kam anders!

Einige Tage nach ihrer Ankunft bekam Hope schlimmen Durchfall und erbrach sich. Sie wirkte müde und lustlos. Noch am selben Tag fuhr ich mit ihr zu unseren Tierärzten, die Hope aufgrund ihres noch jungen Alters gleich medizinisch versorgten und sie an den Tropf legten. Wir vereinbarten, dass Hope einige Tage in der Klinik bleiben solle. Tägliche Telefonate mit den Ärzten und Besuche von meinem Mann und mir waren positiv und bereits am dritten Tag ging es ihr wieder ausgesprochen gut und ihre lebenslustige Art kehrte wieder zurück. Ja, es ging ihr sogar so gut, dass wir beschlossen mit gymnastischen Übungen der Hinterbeinchen zu beginnen, denn jeder Tag ohne Bewegung der Beine verkürzt die Sehnen. In Absprache aller, befanden wir es für besser, dass Hope noch einige Tage in der Klinik bleiben sollte. Drei bis viermal pro Tag wurden leichte Übungen gemacht und auch sollte mit der Abklärung der Ursache ihrer gelähmten Beinchen begonnen werden.

Ausgiebige Untersuchungen wurden gemacht... Hope zeigte keine Reflexe an den Hinterbeinen aber das merkwürdige war, sie konnte mit dem Schwänzchen wedeln, ihren Urin und Kot steuern und am aller unverständlichsten für alle war, dass die Röntgenaufnahmen keinen positiven Befund ergaben! Letztendlich konnte darüber nur ein MRT Auskunft geben doch dies stellten wir erst einmal hinten an, denn dazu wäre eine Vollnarkose nötig gewesen und das wollten wir Hope momentan noch nicht zumuten. Hope machte große Fortschritte in der Klinik, auch war sie in den wenigen Tagen mächtig gewachsen und ich konnte bei meinen täglichen Besuchen nur staunen.

Am Montag wollte ich Hope nach Hause holen, doch schon früh am Morgen klingelte das Telefon und Frau Dr. Volz teilte mir mit, dass es Hope nicht gut ginge. Sie hustete, speichelte fürchterlich, ihr rechtes Vorderbein benutzte sie nicht mehr und auch das Fressen funktionierte nicht mehr wirklich gut. Zwar war der Hunger da, doch das Schlucken bereitete ihr große Probleme. Bei einer gründlichen Untersuchung zeigte sich kein Befund.... weder waren ihre Mandeln noch die Lymphknoten geschwollen und auch Fieber war nicht vorhanden. Alles sehr ungewöhnlich und die Krankheitsanzeichen gaben den behandelnden Tierärzten große Rätsel auf. Hope bekam Antibiotikum.

Leider konnte auch nach 3 Tagen keine deutliche Besserung festgestellt werden. Auch ihre täglichen Übungen verweigerte sie und das Fressen bereitete ihr immer größere Probleme. Hinzu kam, dass sie schlecht Luft bekam und auch hier zeigte eine Untersuchung keinen Befund.... die Lunge war völlig frei! Doch merkte man Hope an, dass ihre Kräfte zu Leben immer weniger wurden - nur die Frage nach dem WARUM geht es ihr schlecht, die blieb unbeantwortet!!!

Am Freitag erhielt ich einen Anruf von Frau Dr. Volz..... Hope ginge es sehr schlecht....ein langes Gespräch folgte und sie berichtete mir, dass sie und ihre Kollegin Frau Anna-Lena Schmidt sich nun die ganze Nacht mit Hopes Krankheitsbild beschäftigt hätten, viel gelesen hätten und nun eine Vermutung haben... Die Vermutung hatte einen Namen – Neosporose - !!

Gleich setzte ich mich ins Auto und fuhr zur Klinik. Die kleine Hope war nicht mehr wieder zu erkennen. Ihre Pupillen reagierten nicht mehr, sie war auch an den Vorderbeinchen zum Teil gelähmt und lag völlig apathisch auf ihrem rosa Plüschdeckchen. Hat sie Schmerzen war meine erste Frage....nein, wurde mir von den Tierärzten bestätigt doch es gibt keine Chance auf Besserung oder gar Heilung! Nach einem ausführlichen Gespräch war klar, Hope darf und soll nicht leiden und wir haben uns entschlossen, Hope schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Ich glaube, in diesem Moment ist ein Stück auch von meinem Leben gegangen.... hatte ich ihr nicht ein liebevolles und sorgenfreies Leben versprochen!

Eine Untersuchung hat die Vermutung auf „Neosporose“ bestätigt! Das gesamte Krankheitsbild und die unerklärliche Lähmung der Hinterbeine sind ein typisches Anzeichen dieser Erkrankung und die Tierärzte vermuten, dass sich Hope bereits über das Muttertier infiziert hat. Hätte man dies bei der Geburt gleich erkannt, wäre eventuell eine Heilung möglich gewesen.

Wir sind unendlich traurig, doch auch glücklich, dass wir die kleine Hope kennen lernen durften. Trotz ihrer Behinderung war sie ein lebensfroher Hund, der uns, wenn auch leider nur wenige Tage zum lachen gebracht hat.

Doch der Tod von unserer kleinen geliebten „Hope“, wie auch der Tod beim Versuch Tiere zu retten von Tereza, die bei dem schrecklichen Brand in Rumänien ihr Leben verloren hat, zeigen uns, wir müssen weiter für eine bessere Zukunft der Tiere in Rumänien kämpfen!!! Das kleine Grab von Hope, dass ich nun von meinem Bett aus sehen kann, wird mich nun täglich daran erinnern.

Wir danken nochmals von ganzem Herzen Tamara Raab, die Hope die Chance gegeben hat mit nach Deutschland zu kommen, der Tierarztpraxis Dr. Simone Volz und Anna-Lena Schmidt so wie dem gesamten Praxisteam. Leider war es eine niederschmetternde Diagnose, aber vielleicht hilft sie irgendwann zu verstehen, dass ein lebenslustiger und junger Hund so schnell und viel zu früh sterben musste.

Nicht vergessen möchte ich Marina Müller, sie war die erste Patin für Hope. Ein geplanter Besuch hier vor Ort am 09.12. sollte eigentlich ein schöner Tag zusammen mit Hope werden! Von ihr erhielt ich dieses wunderschöne Bild..... Heute erhielten wir eine zweite Patenschaft für Hope von Karen Rose, auch an Karen ganz lieben dank und natürlich an die vielen Menschen, die sich mit uns über die Ankunft von Hope gefreut hatten!

Anbei noch zwei Bilder während der Gymnastik... sie faste es immer als Spiel auf und freute sich darüber.
 — mit Karen Roseund 2 weitere Personen.




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